. Die Gartenwelt. Gardening. XXV, 26 Die Gartenwelt. 257 Daß diese gartenkünstlerisch so wohlgelungene und groß- zügige Schöpfung in jenem stilwidrigen Monstrum von Jubiläumstreppe ein böses und für jeden einigermaßen ästhetisch empfindenden Menschen geradezu unerträgliches Hemmnis finden mußte, hat nicht die Gartenkunst, sondern einzig die Architektur auf ihr schwärzestes Debetkonto zu buchen. Ein feinsinniger Aesthet und anerkannter Kunst- schriftsteller, der kürzlich unter meiner Führung den Park durchwanderte und aus dem Entzücken über all die Blüten- wunder gar nicht herauskam, fühlte sic

. Die Gartenwelt. Gardening. XXV, 26 Die Gartenwelt. 257 Daß diese gartenkünstlerisch so wohlgelungene und groß- zügige Schöpfung in jenem stilwidrigen Monstrum von Jubiläumstreppe ein böses und für jeden einigermaßen ästhetisch empfindenden Menschen geradezu unerträgliches Hemmnis finden mußte, hat nicht die Gartenkunst, sondern einzig die Architektur auf ihr schwärzestes Debetkonto zu buchen. Ein feinsinniger Aesthet und anerkannter Kunst- schriftsteller, der kürzlich unter meiner Führung den Park durchwanderte und aus dem Entzücken über all die Blüten- wunder gar nicht herauskam, fühlte sic Stock Photo
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. Die Gartenwelt. Gardening. XXV, 26 Die Gartenwelt. 257 Daß diese gartenkünstlerisch so wohlgelungene und groß- zügige Schöpfung in jenem stilwidrigen Monstrum von Jubiläumstreppe ein böses und für jeden einigermaßen ästhetisch empfindenden Menschen geradezu unerträgliches Hemmnis finden mußte, hat nicht die Gartenkunst, sondern einzig die Architektur auf ihr schwärzestes Debetkonto zu buchen. Ein feinsinniger Aesthet und anerkannter Kunst- schriftsteller, der kürzlich unter meiner Führung den Park durchwanderte und aus dem Entzücken über all die Blüten- wunder gar nicht herauskam, fühlte sich beim Anblick dieser Architekturleistung derartig verstimmt und künstlerisch be- troffen, daß ich alle Beredsamkeit aufwenden mußte, um ihm für den Rest des Tages das seelische Gleichgewicht zurückzugeben. In der Kette mißlungener Architektur- schöpfungen, die in herzlich unerfreulicher Weise die Wilhel- minische Epoche kennzeichnen, ist diese Jubiläumstreppe vielleicht das letzte, gewiß aber allerunglücklichste Glied, das um so empfindlicher auf die Geschmacksnerven fällt, weil es mitten in einer Stätte errichtet wurde, wo die Namen eines Schinkel, Knobelsdorff, Persius in ihren köstlichsten Werken auf allen Wegen eindringlich zu uns reden. An diesen sinnlos aufeinandergetürmten Sandsteinquadern mußte auch die Gartenkunst hilflos zerschellen, so sehr sie sich auch bemühte, mit Blumen und Ranken die schlimmsten Architekturteile mitleidsvoll zu umkleiden. Das gartenkünstlerische Interesse des kaiserlichen Mäzenaten konzentrierte sich im wesentlichen auf die Ausgestaltung des großen Mittelweges und der rechts davon gelegenen archi- tektonischen Teile mit ihren abwechslungsreichen Terrassie- rungen, blieb aber den rein landschaftlichen, sehr umfang- reichen Gebieten um Charlottenhof fast völlig versagt. Hier in ebenso großzügiger wie feinfühliger Form eingegriffen und durch Generationen hindurch Versäumtes nachgeholt zu haben, ist das ni

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