Grundzüge der physiologischen Psychologie . sstärke c erreichtist. Von da sinkt sie wie-der, kommt bei e auf die Abscissenlinie als den Indifferenzpunkt, WOrauf mit weiterer Zunahme derReize der Uebergang auf die negative Seite allmählich wachsende Unlust-größen andeutet, bis schließlich bei einem Reize m, welcher der Reizhöheentspricht, ein maximaler Unlustwerth erreicht wird. Die Curve, welchedie Abhängigkeit des sinnlichen Gefühls von der Reizstärke darstellt, unter-scheidet sich demnach von derjenigen, welche den Gang der Empfindungs-stärken ausdrückt, w^esentlich dadurch, dass die erstere

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Grundzüge der physiologischen Psychologie . sstärke c erreichtist. Von da sinkt sie wie-der, kommt bei e auf die Abscissenlinie als den Indifferenzpunkt, WOrauf mit weiterer Zunahme derReize der Uebergang auf die negative Seite allmählich wachsende Unlust-größen andeutet, bis schließlich bei einem Reize m, welcher der Reizhöheentspricht, ein maximaler Unlustwerth erreicht wird. Die Curve, welchedie Abhängigkeit des sinnlichen Gefühls von der Reizstärke darstellt, unter-scheidet sich demnach von derjenigen, welche den Gang der Empfindungs-stärken ausdrückt, w^esentlich dadurch, dass die erstere
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Grundzüge der physiologischen Psychologie . sstärke c erreichtist. Von da sinkt sie wie-der, kommt bei e auf die Abscissenlinie als den Indifferenzpunkt, WOrauf mit weiterer Zunahme derReize der Uebergang auf die negative Seite allmählich wachsende Unlust-größen andeutet, bis schließlich bei einem Reize m, welcher der Reizhöheentspricht, ein maximaler Unlustwerth erreicht wird. Die Curve, welchedie Abhängigkeit des sinnlichen Gefühls von der Reizstärke darstellt, unter-scheidet sich demnach von derjenigen, welche den Gang der Empfindungs-stärken ausdrückt, w^esentlich dadurch, dass die erstere einen Wende-punkt besitzt, womit eben die Bewegung zwischen den entgegengesetztenZuständen der Lust und Unlust ausgesprochen ist. Wie viel Gelühlstoneiner reinen Empfindung beigemengt sei, wird sich aus dem jeweiligenVerhältniss der Ordinatenwerthe beider Curven ermessen lassen. Die nega-tiven oder unbewussten Empfindungen haben sämmtlich den Gefühlswerlhnull: diese unter der Schwelle gelegenen Empfindungen können demnach. Fis. 140. 512 Gefühlston der EmpÜndung. nur als reine Empfindungen in Betracht kommen, was der nachher zubesprechenden A])hängigkeit des Gefühlstones von dem Gesammtzustanddes Bewusstseins entspricht. Bei den schwächsten positiven Empfindungenist der Geftlhlswerth noch gering, dann aller werden sehr bald Reiz-stärken erreicht, bei denen der reine Antheil der Empfindung und der Ge-ftlhlswerth gleicherweise stark sind. Doch der letztere nimmt wieder ab,worauf in der Gegend des Indifferenzpunktes abermals Empfindungsstärkenmit sehr kleinem Gefühlstone folgen müssen; diese Grenze ist übrigenswahrscheinlich eine labile und darum in der Beobachtung schwer festzu-stellen. Während Anfang und Ende der Gefühlscurve unzweideutig durch dieWerthe der Reizschwelle und der Reizhöhe gegeben sind, ist dies nicht somit jenen beiden ausgezeichneten Punkten, welche dem Maximum derpositiven Lust und dem Indifferenzpunkt entsprechen. Doch lässt ein