Elektrophysiologie (1895) Elektrophysiologie elektrophysiolog00bied Year: 1895 Die elektromotorischen Wirkungen der Muskeln. 311 bleibt, und verbindet man den Muskel einerseits mit dem Galvano- meter, andererseits mit dem physiologischen Rheoskop, so beantwortet dieses jede primäre Zuckung mit einer secundären, während der Magnet in Folge seiner Trägheit nur einfach im Sinne der negativen Schwankung zurückschwingt. Man darf, ja muss daher annehmen, dass auch bei vollkommenster Verschmelzung der sicht- baren Contractionen des primären Muskels zum stetigen Tetanus, jedem Reizanstoss eine von de

Elektrophysiologie (1895) Elektrophysiologie elektrophysiolog00bied Year: 1895  Die elektromotorischen Wirkungen der Muskeln. 311 bleibt, und verbindet man den Muskel einerseits mit dem Galvano- meter, andererseits mit dem physiologischen Rheoskop, so beantwortet dieses jede primäre Zuckung mit einer secundären, während der Magnet in Folge seiner Trägheit nur einfach im Sinne der negativen Schwankung zurückschwingt. Man darf, ja muss daher annehmen, dass auch bei vollkommenster Verschmelzung der sicht- baren Contractionen des primären Muskels zum stetigen Tetanus, jedem Reizanstoss eine von de Stock Photo
Preview

Image details

Contributor:

Bookworm / Alamy Stock Photo

Image ID:

RWTE6Y

File size:

5.7 MB (193.8 KB Compressed download)

Releases:

Model - no | Property - noDo I need a release?

Dimensions:

1487 x 1345 px | 25.2 x 22.8 cm | 9.9 x 9 inches | 150dpi

More information:

This image is a public domain image, which means either that copyright has expired in the image or the copyright holder has waived their copyright. Alamy charges you a fee for access to the high resolution copy of the image.

This image could have imperfections as it’s either historical or reportage.

Elektrophysiologie (1895) Elektrophysiologie elektrophysiolog00bied Year: 1895 Die elektromotorischen Wirkungen der Muskeln. 311 bleibt, und verbindet man den Muskel einerseits mit dem Galvano- meter, andererseits mit dem physiologischen Rheoskop, so beantwortet dieses jede primäre Zuckung mit einer secundären, während der Magnet in Folge seiner Trägheit nur einfach im Sinne der negativen Schwankung zurückschwingt. Man darf, ja muss daher annehmen, dass auch bei vollkommenster Verschmelzung der sicht- baren Contractionen des primären Muskels zum stetigen Tetanus, jedem Reizanstoss eine von der nächstfol- genden zeitlich gesonderte, äusserst kurz dauernde negative Schwankung entspricht, so dass demnach der Muskelstrom so zu sagen im Rhythmus der tetanisi- r enden Reize auf- und ab seh wankt, wodurch zugleich be- wiesen ist, dass, ungeachtet der scheinbar ganz stetigen Contraction des Muskels im Tetanus, dieser doch d i s c o n t i n u i r 1 i c h e n Zu- standsänderungen seine Entstehung verdankt, die sich vor Allem durch das geschilderte galvanische Verhalten verrathen. Bei dieser Gelegenheit tritt die ausserordentliche Ueberlegenheit des physiolo- gischen Rheoskops gegenüber allen anderen bis dahin bekannten physikalischen, stromprüfenden Apparaten in das hellste Licht, und es ist in der That erst in neuester Zeit gelungen, Vorrichtungen zu finden, welche sich hinsichtlich der Möglichkeit, kurzdauernde, insbe- sondere sehr rasch aufeinander folgende Stromschwankungen nach- zuweisen, mit dem gerade die flüchtigsten elektrischen Veränderungen am sichersten anzeigenden physiologischen Rheoskop messen können. Die beistehende graphische Darstellung (Fig. 113) giebt eine klare Vorstellung vom Verhalten des Muskelstromes im Tetanus, wie es aus der Beobachtung des secundären Tetanus gefolgert werden muss. „Stellt die Abscisse o t die Zeit vor, auf welche die Grösse des Stromes in jedem Augenblicke als Ordinate bezogen ist, entspricht ferner o a der best