. Einführung in die vergleichende Anatomie der Wirbeltiere, für Studierende . >HK Die männlichen und weib- â be- liehen Geschlechtsgänge. Bei gewissen niederen Wirbel- tieren (Selachier) differenziert sich aus dem Urnierengang ein zweiter Gang, den man als Ductus Mül- ler i bezeichnet. Er tritt in wich- tige Beziehungen zum weiblichen Ge- schlechtsapparat und dient hier zur Ausfuhr der Geschlechtsprodukte. Diese, unter den Gesichtspunkt einer physiologischen Arbeitsteilung fallende Erscheinung läÃt sich nur durch die Annahme erklären, daà der Urnierengang früher bei beiden Geschlech

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. Einführung in die vergleichende Anatomie der Wirbeltiere, für Studierende . >HK Die männlichen und weib- â be- liehen Geschlechtsgänge. Bei gewissen niederen Wirbel- tieren (Selachier) differenziert sich aus dem Urnierengang ein zweiter Gang, den man als Ductus Mül- ler i bezeichnet. Er tritt in wich- tige Beziehungen zum weiblichen Ge- schlechtsapparat und dient hier zur Ausfuhr der Geschlechtsprodukte. Diese, unter den Gesichtspunkt einer physiologischen Arbeitsteilung fallende Erscheinung läÃt sich nur durch die Annahme erklären, daà der Urnierengang früher bei beiden Geschlech
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. Einführung in die vergleichende Anatomie der Wirbeltiere, für Studierende . >HK Die männlichen und weib- â be- liehen Geschlechtsgänge. Bei gewissen niederen Wirbel- tieren (Selachier) differenziert sich aus dem Urnierengang ein zweiter Gang, den man als Ductus Mül- ler i bezeichnet. Er tritt in wich- tige Beziehungen zum weiblichen Ge- schlechtsapparat und dient hier zur Ausfuhr der Geschlechtsprodukte. Diese, unter den Gesichtspunkt einer physiologischen Arbeitsteilung fallende Erscheinung läÃt sich nur durch die Annahme erklären, daà der Urnierengang früher bei beiden Geschlechtern sowohl das Seki-et der primitiven Harnkanälchen, als auch (mittelst der Nierentrichter) die Ge- schlechtsprodukte beider Geschlech- ter, d. h. Eier oder Samenzellen, aufnahm. Später wurde dann jede der beiden Funktionen auf einen beson- deren Gang verteilt, derart, daà der eine mit den Uruierenkanälchen in Verbindung blieb, durch dieselben Beziehungen zur Geschlechtsdrüse gewann und so zunächst zu einem Harnsamenleiter wurde (männliche Selachier und Amphibien), während der andere durch die Nierentrichter mit der Leibeshöhle in Verbindung blieb und sich im weibhchen Geschlecht zum Ausfüh- rungskanal der Eier gestaltete. Bei Amnioten emanzipierte sich dann der bisher noch als Harn'samenleiter fungierende Gang vollkommen von der Urniere, welche, wie früher schon erörtert wurde, hier ihre Funktion als Harn- drüse aufgibt und wurde im männlichen Geschlecht ausschlieÃlich zum Samenleiter (Ductus oder Vas deferens). Auch der Müller'sehe Gang machte Fortschritte^), insofern er sich bei den höheren Wirbeltieren (Mammalia) in seinem proximalen Abschnitt zu dem, mit einem Ostium abdominale versehenen Eileiter (Tuba uterina s. Fallopii), in seinem Mittelstück zur Gebärmutter (Fruchthälter, Uterus) und in seinem Endstück zur Scheide (Vagina) differenzierte. Fig. 301. Schematischc Darstellung des g e n e t i s

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