. Die Gartenwelt . Valeriana of f icinalis, L. (Abbildung Seite 196). Wer diese Pflanze zu- erst sieht, ohne sie zu kennen, wird in ihr alles andere als ein gemeines Unkraut vermuten. Hier in der Rheinprovinz be- gegnet man dem echten Baldrian häufiger, aber nicht in großen, öffent- lichen Anlagen, am Ufer der Teiche, in umfang- reichen Trupps am Rande der Naturwiesen, gleich- sam den Abschluß des Rasens zum Uebergang gegen die Laub- und Nadel- holzgruppen bildend, wo diese Pflanze prächtig zu verwenden wäre. Dieser Baldrian wächst auf be- waldeten Bergabhängen und auf Wiesen. Die Mediziner ke

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. Die Gartenwelt . Valeriana of f icinalis, L. (Abbildung Seite 196). Wer diese Pflanze zu- erst sieht, ohne sie zu kennen, wird in ihr alles andere als ein gemeines Unkraut vermuten. Hier in der Rheinprovinz be- gegnet man dem echten Baldrian häufiger, aber nicht in großen, öffent- lichen Anlagen, am Ufer der Teiche, in umfang- reichen Trupps am Rande der Naturwiesen, gleich- sam den Abschluß des Rasens zum Uebergang gegen die Laub- und Nadel- holzgruppen bildend, wo diese Pflanze prächtig zu verwenden wäre. Dieser Baldrian wächst auf be- waldeten Bergabhängen und auf Wiesen. Die Mediziner ke
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Image ID: MECP76
. Die Gartenwelt . Valeriana of f icinalis, L. (Abbildung Seite 196). Wer diese Pflanze zu- erst sieht, ohne sie zu kennen, wird in ihr alles andere als ein gemeines Unkraut vermuten. Hier in der Rheinprovinz be- gegnet man dem echten Baldrian häufiger, aber nicht in großen, öffent- lichen Anlagen, am Ufer der Teiche, in umfang- reichen Trupps am Rande der Naturwiesen, gleich- sam den Abschluß des Rasens zum Uebergang gegen die Laub- und Nadel- holzgruppen bildend, wo diese Pflanze prächtig zu verwenden wäre. Dieser Baldrian wächst auf be- waldeten Bergabhängen und auf Wiesen. Die Mediziner kennen den Wert der Pflanze schon lange. Aus den im Herbst zu sammelnden und beim Trocknen vor Katzen zu bewahrenden Wurzeln wird ein krampfstillendes und nervenberuhigendes Mittel gewonnen. Der gebräuchliche Baldrian erreicht je nach Standort eine Höhe von 20 bis 150 cm. Unsere Abbildung zeigt eine Pflanze von statt- licher Größe. Im Juli bis August ist der doldentraubig-rispige Blütenstand mit vielen fleischroten Blütchen geziert. Valeriana officinalis ändert ab. Als Unterarten dürfte man wohl V. exaltata (Mik.) und V. sambuci/olia (Mik.)*) ansprechen. In größeren Natur- parks, wo man sich weniger um die Pflege der einzelnen Pflanzen kümmern kann, ist V. officinalis am rechten Platze. Man mache nur einmal einen Versuch mit ihr. H. Zornitz. Blumen- und Pflanzenhandel. Der Warenaustausch zwischen Erzeuger und Verbraucher. Das stete Anwaclisen der Großstädte ruft allerlei Umwälzungen im wirtschaftlichen Leben hervor. Alte Berufe verschwinden, neue *) Anmerkung des Herausgebers. V. excelsa. Gehört nach Garcke zu