. Die Gartenwelt . Moorea irrorata. Im Kgl. Berggarten zu Herrenhausen für die „Gartenwelt" photo- graphisch aufgenommen. Keimung. Die Pilzsporen, welche die Ansteckung vermitteln, überwintern von einer Saison zur andern im Boden, so daß man also auch von einem durch Brandsporen verseuchten Boden sprechen kann. Durch Versuche hat die genannte Station festgestellt, daß Zwiebelpflänzchen, die zunächst unter Glas gezogen sind und später in das Freiland ausgepflanzt werden, von der Krankheit verschont bleiben. Sie hat ferner ermittelt, daß durch Bespritzen mit einer Flüssigkeit, die aus einem

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. Die Gartenwelt . Moorea irrorata. Im Kgl. Berggarten zu Herrenhausen für die „Gartenwelt" photo- graphisch aufgenommen. Keimung. Die Pilzsporen, welche die Ansteckung vermitteln, überwintern von einer Saison zur andern im Boden, so daß man also auch von einem durch Brandsporen verseuchten Boden sprechen kann. Durch Versuche hat die genannte Station festgestellt, daß Zwiebelpflänzchen, die zunächst unter Glas gezogen sind und später in das Freiland ausgepflanzt werden, von der Krankheit verschont bleiben. Sie hat ferner ermittelt, daß durch Bespritzen mit einer Flüssigkeit, die aus einem
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. Die Gartenwelt . Moorea irrorata. Im Kgl. Berggarten zu Herrenhausen für die „Gartenwelt" photo- graphisch aufgenommen. Keimung. Die Pilzsporen, welche die Ansteckung vermitteln, überwintern von einer Saison zur andern im Boden, so daß man also auch von einem durch Brandsporen verseuchten Boden sprechen kann. Durch Versuche hat die genannte Station festgestellt, daß Zwiebelpflänzchen, die zunächst unter Glas gezogen sind und später in das Freiland ausgepflanzt werden, von der Krankheit verschont bleiben. Sie hat ferner ermittelt, daß durch Bespritzen mit einer Flüssigkeit, die aus einem Pfund Formal- dehyd und 25—33 Gallonen Wasser hergestellt wird, dem Auftreten des Brandes in Zwiebelkulturen wirksam vorgebeugt wird. Das Bespritzen erfolgt am besten in der Weise, daß man an der gewöhnlichen Reihen- drillmaschine zum Aussäen der Zwiebelsaat einen sogenannten Träufel- apparat anbringt, welcher die Desinfektionslösung direkt nach der Saat auf die ausgesäten Drillreihen träufelt. Es gibt jetzt hierzulande bereits mehrere Fabrikanten landwirtschaftlicher Maschinen, die sich mit der Herstellung dieser speziellen Träufelapparate für Zwiebelkulturen be- schäftigen. Hierzu wird im übrigen in den Flugschriften der Ohio Ver- suchsstation noch folgendes gesagt: „Man kann sich auch selbst zu Hause diese Träufelapparate herstellen, und zwar in der Weise, daß man eine leere Syrupkanne umdreht, einen durchlöcherten Gummideckel über die Oeffnung stülpt und ihn mit ver- stellbaren Gummiröhrchen in Verbindung bringt, die jedesmal am Ende mit einer Glastube versehen sind. Die Gummituben sind mit einer rotierenden flachen Verschlußvorrichtung versehen, die man entsprechend einstellen kann, und zwar in der Weise, daß sie so arbeitet, daß sie die Lösung jedesmal auf die ausgesäten Zwiebelsamenkörner träufeln läßt, bevor dieselben von oben mit Erde bedeckt sind. Die Vorteile, welche dort, wo immer der Brand in Zwiebelkulturen auftritt, durch