. Die Gartenwelt . Hydrastis canadensis, gepflanzt im Sept. 1909, rechts junger Pflänzling. Originalaufnahme für die „Gartenwelt". Gehölze. Magnolia grandiflora in La Spezia. Sie ist sehr schön und erhaben 1 Man darf aber diese Magnolienbäume nur auf ihren künst- lichen Hügelchen sehen und sonst nichts weiter in dem Teile des Stadtgartens, dem sie angehören, sonst ist es aus mit dem Zauber! Man muß es machen, wie in den Galerien. Hängt da ein Murillo, so darf man nur ihn betrachten und muß alle Plebejer, die da- neben hängen, geflissentlich übersehen, dann geht man gedanken- schwer fort u

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. Die Gartenwelt . Hydrastis canadensis, gepflanzt im Sept. 1909, rechts junger Pflänzling. Originalaufnahme für die „Gartenwelt". Gehölze. Magnolia grandiflora in La Spezia. Sie ist sehr schön und erhaben 1 Man darf aber diese Magnolienbäume nur auf ihren künst- lichen Hügelchen sehen und sonst nichts weiter in dem Teile des Stadtgartens, dem sie angehören, sonst ist es aus mit dem Zauber! Man muß es machen, wie in den Galerien. Hängt da ein Murillo, so darf man nur ihn betrachten und muß alle Plebejer, die da- neben hängen, geflissentlich übersehen, dann geht man gedanken- schwer fort u
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Image ID: MED0NA
. Die Gartenwelt . Hydrastis canadensis, gepflanzt im Sept. 1909, rechts junger Pflänzling. Originalaufnahme für die „Gartenwelt". Gehölze. Magnolia grandiflora in La Spezia. Sie ist sehr schön und erhaben 1 Man darf aber diese Magnolienbäume nur auf ihren künst- lichen Hügelchen sehen und sonst nichts weiter in dem Teile des Stadtgartens, dem sie angehören, sonst ist es aus mit dem Zauber! Man muß es machen, wie in den Galerien. Hängt da ein Murillo, so darf man nur ihn betrachten und muß alle Plebejer, die da- neben hängen, geflissentlich übersehen, dann geht man gedanken- schwer fort und hat etwas gelernt! Die erste Magnolia grandiflora steht im Botanischen Garten von Padua. Von ihr stammen sicherlich alle Bäume Italiens, wahr- scheinlich auch die im übrigen Europa ab. Alles aber, was ich davon sah, ist stark aus der Art geschlagen und hat ungeheuerlich variiert. Das ist natürlich. Wäre mehr Klima für diesen wunder- schönen Baum in Europa, würde man viel mehr Formen kultivieren und feststellen. Italien hat für so etwas einstweilen keine Zeit, keine Kenntnis, kein Bedürfnis, denn es fehlt ihm die Pflanzenliebe ; diese kennt es nicht und wird es wohl niemals kennen. am Meere von Spezia war vollkommen ebene Fläche. Als nun die Stadtväter oder Assessoren dort einen Park anlegen wollten, vergaßen sie den Gartenkünstler, gingen in irgend eine Bücherei, lasen wie man es macht, faßten das Gelesene in ihrem Sinne auf, warfen eine Un- menge Hügelchen auf, die mir immer als Maulwurfshügel eines Riesenassessors erscheinen, und besetzten jedes dieser Erdgebäude mit einer schönen Pflanze, die sie später recht rund scheren ließen, mit Ausnahme der Phönix dactylifera, Cedern und Magnolia grandiflora. Diese künstlerische Idee der Asses- soren ward aber eine Wohltat für die meisten dort gepflanzten Bäume und Sträucher, die dadurch der Gefahr, stranguliert zu werden, entgingen und dazu in dem aufgeworfenen lockeren Boden wundervoll gedi