. Die Gartenwelt. Gardening. XXV, 29 Die Gartenwelt. 285 Schönheiten reich, aber nur als Allgemeingut zu be- trachten. Das traute Heim- gefühl, welches den Deut- schen auszeichnet, fehlt. Ge- steigert wurde dieses Gefühl durch den Krieg, und die Sehnsucht nach den grünen Gemächern wuchs. Deshalb zeigt die neu- zeitliche Gartenkunst Räume, in die der empfindende Mensch vor dem Alltag flüchtet. So soll der Garten wirken: eine liebevolle Seele des Einzelnen, ein Sich- selbsterkennen im SchöÃe der Natur. Die Gesellschaft hindert die freie Entfaltung der Seele und schafft im Leben Gärten,

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. Die Gartenwelt. Gardening. XXV, 29 Die Gartenwelt. 285 Schönheiten reich, aber nur als Allgemeingut zu be- trachten. Das traute Heim- gefühl, welches den Deut- schen auszeichnet, fehlt. Ge- steigert wurde dieses Gefühl durch den Krieg, und die Sehnsucht nach den grünen Gemächern wuchs. Deshalb zeigt die neu- zeitliche Gartenkunst Räume, in die der empfindende Mensch vor dem Alltag flüchtet. So soll der Garten wirken: eine liebevolle Seele des Einzelnen, ein Sich- selbsterkennen im SchöÃe der Natur. Die Gesellschaft hindert die freie Entfaltung der Seele und schafft im Leben Gärten,
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. Die Gartenwelt. Gardening. XXV, 29 Die Gartenwelt. 285 Schönheiten reich, aber nur als Allgemeingut zu be- trachten. Das traute Heim- gefühl, welches den Deut- schen auszeichnet, fehlt. Ge- steigert wurde dieses Gefühl durch den Krieg, und die Sehnsucht nach den grünen Gemächern wuchs. Deshalb zeigt die neu- zeitliche Gartenkunst Räume, in die der empfindende Mensch vor dem Alltag flüchtet. So soll der Garten wirken: eine liebevolle Seele des Einzelnen, ein Sich- selbsterkennen im SchöÃe der Natur. Die Gesellschaft hindert die freie Entfaltung der Seele und schafft im Leben Gärten, die im Rauschen des Laubes, im Duft der eigenen gepfleg- ten Blumen gemildert wer- den. Der Prunksüchtige trägt das Ueberladene, Schreiende in den Garten und ein Schatten geht durch die Gartenräume als ein Feind der kindlichen Freude an der lebendig gewordenen, uns durch den Garten näher ge- brachten Unendlichkeit. Die Sprache der Natur versteht ein jeder, der eine Seele besitzt; denn sie ist ein Teil von ihr, läÃt sich durch unser Ringen ums tägliche Brot wohl verdecken, ver- schütten, aber nie ganz töten. Denn wenn der Kampf zu scharf, zu übermächtig wird, flüchtet der Menschengeist in die Einsamkeit, zurück zur Natur. Früher wurden die Menschen Einsiedler, dann Mönche in Gemeinschaft Gleichgesinnter, abseits vom Leben. Also sprach Zara- thustra: âIch beschwöre euch, meine Brüder, bleibt der Erde treu". Doch wenn sich der Mensch ganz abschlieÃt, gehen im Kreislauf der Natur Energiewerte verloren, die sonst in der Berührung mit anderen sich weiter verbreiten würden, Geistesgaben ver- sinken wie Sternschnuppen am nächtlichen Himmel. Nur Reibung erzeugt Wärme, und. â ,<,'^\'' â ^L 5^1-W.-^ o. Please note that these images are extracted from scanned page images that may have been digitally enhanced for readability - coloration and appearance of these illustrations may not perfectly resembl

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