. Die Gartenwelt . Cypripediumhybride W. R. Lee Originalaufoahir.e für die aGartenwelt". Die Schweiz kann hier ganz ausscheiden, weil sie stärkerer Erzeuger als Verbraucher ist und deshalb auf die Ausfuhr an- gewiesen bleibt. Wenn Deutschland, alsUeberschuß an solchem Massenobst liefernder Staat, nicht gleich der Schweiz aus- führt, so liegt das daran, daß die Grenzen der Nachbar- staaten viel weiter entfernt sind, als bei der räumlich eng begrenzten Schweiz, und daß die Eisenbahnfrachtverhältnisse dort wesentlich günstiger als bei uns liegen. Für Holland und Belgien sind Normandie und Br

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. Die Gartenwelt . Cypripediumhybride W. R. Lee Originalaufoahir.e für die aGartenwelt". Die Schweiz kann hier ganz ausscheiden, weil sie stärkerer Erzeuger als Verbraucher ist und deshalb auf die Ausfuhr an- gewiesen bleibt. Wenn Deutschland, alsUeberschuß an solchem Massenobst liefernder Staat, nicht gleich der Schweiz aus- führt, so liegt das daran, daß die Grenzen der Nachbar- staaten viel weiter entfernt sind, als bei der räumlich eng begrenzten Schweiz, und daß die Eisenbahnfrachtverhältnisse dort wesentlich günstiger als bei uns liegen. Für Holland und Belgien sind Normandie und Br
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. Die Gartenwelt . Cypripediumhybride W. R. Lee Originalaufoahir.e für die aGartenwelt". Die Schweiz kann hier ganz ausscheiden, weil sie stärkerer Erzeuger als Verbraucher ist und deshalb auf die Ausfuhr an- gewiesen bleibt. Wenn Deutschland, alsUeberschuß an solchem Massenobst liefernder Staat, nicht gleich der Schweiz aus- führt, so liegt das daran, daß die Grenzen der Nachbar- staaten viel weiter entfernt sind, als bei der räumlich eng begrenzten Schweiz, und daß die Eisenbahnfrachtverhältnisse dort wesentlich günstiger als bei uns liegen. Für Holland und Belgien sind Normandie und Bretagne die Lieferanten, Länder mit kleinbäuerlichem Besitz, also mit Obstbau mit Lokalsortenbau als geringfügigem Neben- betrieb. Beide haben den Charakter etwa des altmärkischen Zwetschenbaues. So wie hier englische Händler in leidlich günstigen Zwetschenjahren den Anhang zu Spottpreisen, früher oft zu 1 — 2 M für 50 kg, aufkaufen und über Hamburg nach England versenden, kaufen dort holländische und bel- gische Händler auf, und es geht mit Zwischenstation meist über Rotterdam oder Antwerpen zu Schiff nach Deutschland. Während aber bei uns die Absatzverhältnisse günstiger ge- worden sind, auch die Verwertung in eigener Regie zu besseren Preisen geführt hat, liegt, wie ich aus eigener Anschauung weiß, der Absatz der bretagner und normannischen Herkunft noch ebenso tief wie vor 50 und 60 Jahren. Es bleibt unter den stets einführenden Staaten mithin nur Oesterreich, das im allgemeinen billigere und gelegentlich auch bessere Erzeugungsverhältnisse als Deutschland, auch eine geringe Uebererzeugung hat. Aber diese Umstände allein bedingen nicht die starke Einfuhr. Vielmehr liegt die Sache so, daß die Balkanstaaten (Serbien, Bulgarien und Rumänien) ihre Obst- erzeugung ganz ungeheuer ge- steigert haben. Schon vor Jahren konnte ich für Serbien unter An- gabe genauer Zahlen beweisen, daß sich innerhalb eines Jahres (1903) die Pflaumenpflanzungen um 21