Archive image from page 164 of Die Gartenwelt (1897). Die Gartenwelt diegartenwelt05berl Year: 1897 V, 12/13 Die Gartenwelt. 145 bracht. Aufser diesen Augrumen, die in den Mittelmeer- ländern allgemeine Verbreitung gefunden haben und für dieselben eine wichtige Einnahmequelle geworden sind, werden dort noch mehrere andere Arten und Varietäten von Citrus kultiviert, die aber nicht in gleichem Verhältnis, wie die erst erwähnten Arten zur Ausfuhr gelangen. Von diesen Letzteren sei besonders dem Cedratbaum, C. medica Lin. var. Cedrata Rafin., Erwähnung gethan. Dieser stammt aus Nord- Indien, von

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Archive image from page 164 of Die Gartenwelt (1897). Die Gartenwelt diegartenwelt05berl Year: 1897 V, 12/13 Die Gartenwelt. 145 bracht. Aufser diesen Augrumen, die in den Mittelmeer- ländern allgemeine Verbreitung gefunden haben und für dieselben eine wichtige Einnahmequelle geworden sind, werden dort noch mehrere andere Arten und Varietäten von Citrus kultiviert, die aber nicht in gleichem Verhältnis, wie die erst erwähnten Arten zur Ausfuhr gelangen. Von diesen Letzteren sei besonders dem Cedratbaum, C. medica Lin. var. Cedrata Rafin., Erwähnung gethan. Dieser stammt aus Nord- Indien, von
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Archive image from page 164 of Die Gartenwelt (1897). Die Gartenwelt diegartenwelt05berl Year: 1897 V, 12/13 Die Gartenwelt. 145 bracht. Aufser diesen Augrumen, die in den Mittelmeer- ländern allgemeine Verbreitung gefunden haben und für dieselben eine wichtige Einnahmequelle geworden sind, werden dort noch mehrere andere Arten und Varietäten von Citrus kultiviert, die aber nicht in gleichem Verhältnis, wie die erst erwähnten Arten zur Ausfuhr gelangen. Von diesen Letzteren sei besonders dem Cedratbaum, C. medica Lin. var. Cedrata Rafin., Erwähnung gethan. Dieser stammt aus Nord- Indien, von wo er weiter verbreitet worden ist. Er wird in Italien, speziell an der Riviera bis 7 m hoch, soll aber in der Heimat bedeutend höher werden. Zur Zeit der Reife gewährt diese Citrus, beladen mit den schönen, goldgelben, oft kopfgrofsen, dickschaligen Früchten, einen wahrhaft prächtigen Anblick. Die lederartigen, glänzenden, immer- grünen Blätter sind von länglich zugespitzter Form und kerbartig gezähnt. Die herrlich duftenden, traubig stehenden Blüten sind innen weifs und aufsen purpurfarbig angehaucht. Gleich der Blüte ist auch die Frucht von köstlichem Wohl- geruch. Das Fleisch hat einen sehr herben, säuerlichen Geschmack und ist kaum geniefsbar. Hauptsächlich findet jedoch die Fruchtschale zur Herstellung des bekannten Zitronats Verwendung. Dieses ist auch der Grund für den häufigen Anbau und die Kultur dieser Citrus. Zum Zwecke der Zitronat- gewinnung werden die Schalen von den Früchten abgelöst, in Salzwasser gelegt, gekocht und darauf mit geschmolzenem Zucker übergössen. Auch gewinnt man aus der Schale gutes Zitronenöl, welches wiederum teils zur Herstellung von Par- füm, teils zu medizinischen Zwecken Ver- wendung findet. Die Kultur bei uns im Norden gleicht der der übrigen CV/r/zj-Arten. Überwinterung in hellen, luftigen Häusern, deren Temperatur 8 Grad C. nicht über- steigen soll. Über die anzuwendende Erdmischung bei der Orangenkultu