360 Degree Panoramic: Remontegestuet Rennersdorf KZ-Aussenlager

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Remontegestuet Rennersdorf KZ-Aussenlager
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Die Überlebenden des Todes­mar­sches aus dem KZ Außenlager Gör­litz kamen am 23. Februar 1945 in das unweit von Herrn­hut gele­gene Ren­ners­dorf. Genauer gesagt quar­tierte man sie in einem alten Rit­ter­gut am Fuße des Ber­ges Eich­ler ein. Das Gut Ober­ren­ners­dorf befand sich seit 1765 im Besitz der Brüder Unität Herrn­hut. Unter dem Vor­wand der Knapp­heit von Sied­lungs­land und der stra­te­gi­schen Lage in Grenznähe zur tsche­cho­slo­wa­ki­schen Repu­blik erwirkte die Wehr­macht nach zähen Ver­hand­lun­gen den Ver­kauf des Gutes Ober­ren­ners­dorf als Bestand­teil des Remon­team­tes (zusam­men mit dem Ber­t­hels­dor­fer und Groß­hen­ners­dor­fer Gut) am 03. März des Jah­res 1937. Dem dama­li­gen Pächter Rosen­berg wurde im Juli desselben Jah­res gekündigt. Das tote, wie auch das benötigte lebende Inven­tar ging in den Besitz der Wehr­macht über. Die land­wirt­schaft­li­chen und forst­wirt­schaft­li­chen Unter­neh­mun­gen setzte man fort, wobei die Pfer­de­auf­zucht eine wesent­li­che Rolle spielte. Laut dem Ren­ner­dor­fer Orts­chro­nis­ten war der dama­lige Wirt­schafts­vogt und Betriebsführer ein gewis­ser Rein­hold Leh­mann. Außer ihm wohn­ten noch eine Reihe ande­rer Per­so­nen auf dem Gut: der Tier­arzt Zwerschke mit sei­nem Sohn, ein Schäfer namens Schlaffke sowie die Fami­lien Bittrich, Feder, Engel und Weber.Wel­cher Art war das Lager in Ren­ners­dorf?Genau wie das Görlitzer Lager im Bies­nit­zer Grund, aus dem die Häft­linge gekom­men waren, ist das Lager in Ren­ners­dorf defi­ni­ti­ons­gemäß kein Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger. Ebenso wenig kann man es als Arbeits­kom­mando bezeich­nen, da nur geringfügige Arbeitseinsätze erfolg­ten. Viel­fach wurde das Lager in der Lite­ra­tur als KZ Außenlager bezeich­net, wobei es jedoch, ent­ge­gen Isa­bell Spren­gers Annahme, kein rei­nes Männerlager war. Ange­sichts der Tat­sa­che, dass die Gefan­ge­nen nur für knapp zwei Wochen in Ren­ners­dorf ver­weil­ten und anschlie­ßend wie­der an ihren Aus­ga